Die Challenge

Hintergrund

Wir befinden uns in einer stark konsumorientierten Welt, die sich jedoch zunehmend auch der ökologischen Verantwortung bewusst wird.

Da bei vielen Konsumenten die kurzfristige Befriedigung des eigenen Bedürfnisses im Alltag dieser Verantwortung dennoch vorangestellt wird, hat auch die Politik reagiert, da die marktwirtschaftlichen Mechanismen bei solch sensiblen Fragestellungen nur bedingt und verzögert funktionieren.

Dies hat unter anderem zur Weiterentwicklung der Verpackungsordnung zum Verpackungsgesetz in Deutschland und zur Einwegkunststoffrichtlinie auf europäischer Ebene geführt.

Portionsverpackungen aller Art müssen sich hierbei einer besonderen Herausforderung stellen. Die reine materialtechnische Recyclingfähigkeit ist dabei nicht ausreichend; auch müssen diese überhaupt im Recyclingstrom erfasst werden können und dem Verbraucher intuitiv die korrekte Entsorgung ermöglichen – und auch bereits vor der Entsorgung als Produkt attraktiv sein, nicht nur hinsichtlich des Designs.

Was sollte berücksichtigt werden?
  • Design, Handhabung, Convenience und Vielseitigkeit
  • Verpackungsmaterial (ökologische Aspekte,
    Recyclingfähigkeit, Menge Material)
    Umverpackung heute: ca. 250 Portionen in einem Karton,
    der dann auf Paletten gestapelt wird.
  • Kosten/ Verfügbarkeit der Verpackung
  • Effiziente Produktionsmöglichkeit (da auch kostenrelevant)

Eine gute Umsetzbarkeit (Verfügbarkeit der Produktionstechnologie) gibt Bonuspunkte. Schwierig zu erstellen und daher als Bonuspunkte zu betrachten: eine Wirtschaftlichkeitsschätzung auf Kostenbasis.

Trotz der großen Stückzahlen von rund 2,4 Mrd. Einzeleinheiten, die wir alleine produzieren, handelt es sich um ein Nischenprodukt, das nur wenige Hersteller in der Welt produzieren. Aufgrund dieser Tatsache wird ein relevanter Anteil der Portionen weltweit exportiert.

Dabei fertigen wir auch viele Kundenaufträgen, sodass sowohl die Füllgrößen, als auch die Gestaltung regelmäßig und effizient gewechselt werden müssen.

Dabei müssen das Produkt und vor allem die Verpackung und Verarbeitungsapparate einige Anforderungen erfüllen.

Das Produkt muss ungekühlt lange haltbar sein (mehr als 3 Monate bei 25 °C), was eine Aseptiktechnologie voraussetzt. Hierbei spielt vor allem die Wasserdampfbarriere eine Rolle, damit auch am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums der sogenannte Kaffeetest noch bestanden wird: d. h. die Milch gerinnt nicht im heißen Kaffee.

Herausforderungen

Milchportionen zum Kaffee werden in erster Linie von Betrieben wie Krankenhäusern, Fluggesellschaften, Bäckern, Hotels, Caterern, Autobahngaststätten etc. eingesetzt, die aus Hygienegründen kein Kännchen o. ä. einsetzen können oder wollen.

Marktwirtschaftlich handelt es sich für den Großteil unserer Kunden um einen sogenannten Zugabeartikel. Das bedeutet, dass dies für die meisten unserer Kunden nur als Kostenbestandteil betrachtet wird, da hiermit kein Umsatz und kein Gewinn generiert wird.

Als heutige Produktionstechnologie wird ein klassisches Thermoformverfahren angewandt, bei der eine Maschine bis zu 96.000 Einzeleinheiten pro Stunde schafft. Dahinter befindet sich eine mit Robotertechnik ausgestattete automatisierte Sekundärverpackung.